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Erwartungen

Page history last edited by Felix Schaumburg-Blum 10 years, 10 months ago

Wünsche & Erwartungen

 

Was sind eure Erwartungen an 'Die Bildung hacken'? Wie wird diese Unkonferenz ein Erfolg?

 

  • Ich wünsche mir…
    • vielfältigen Erfahrungsaustausch und vielstimmige Perspektiven, spannende Diskussionen/Kontroversen;
    • dass über die (neue?) Rolle von Schule nachgedacht werden kann und skizziert wird, welche Aufgaben sie hat und wie sich diese in einer sich ändernden Gesellschaft idealtypisch realisieren lassen;
  • Es wird ein Erfolg wenn…
    • wir ein paar milestones identifizieren können, wie wir mit den Widersprüchen der Übergangsgesellschaft produktiv umgehen können
    • die Teilnehmer nicht nur digital residents sind, sondern auch interessante und interessierte Offline-Pädagogen, und wenn diese beiden (künstlich-gedacht) getrennten Welten danach stärker miteinander zu tun haben als vorher.

 

Was wollen wir aufzeigen?

  • Es braucht nicht unbedingt mehr Geld um es besser zu machen.
  • Es braucht sehr viel mehr Geld um es besser zu machen.
  • Neue Farbtupfer in der Bildungslandschaft.

Comments (5)

Lisa Rosa said

at 4:09 pm on Oct 20, 2009

Gebe zu bedenken: "es" besser machen? Das Alte besser machen? - Ich könnt mir im Gegenteil vorstellen, dass das Neue sogar zunächst mal gar nicht so gut aussieht. Denkt mal an die Folie von Beat Döbeli, die zeigt, dass die Einführung neuer Technologien zunächst mal gemessen an der alten routinisierten Praxis "schlechter" aussieht, weil sie noch äh "ungelenk" ist.

Basti Hirsch said

at 10:38 pm on Oct 20, 2009

Danke für den Einwand Lisa. Glaube mit "viel mehr oder weniger" Geld wollte ich aussagen, dass die Finanzen nicht vordergründig zu debattieren sind, wir weder Sparvorschläge noch Wunschlisten aufstellen wollen. Die Petition zur Verdreifachung der Bildungsausgaben (536 Mitzeichner) unterstütze ich dennoch: http://url.ie/2o81

Lisa Rosa said

at 9:15 am on Oct 21, 2009

Hi Basti. Die Geldfrage hatte ich gar nicht gemeint! Ich habe das "es besser machen wollen" hinterfragt. Guck mal bei Peter Kruse in seinem Video "Changemanagement" http://www.youtube.com/watch?v=FLFyoT7SJFs
Da geht es genau darum, worum es mir geht: Wir müssen aus dem Optimierungsmodus (besser machen) in den Übergangsmodus (Stabilität stören), um zu einem neuen Aggregatzustand ("neues stabiles Ordnungsmuster") zu gelangen. Gerade mit der Denkfigur "besser machen" verbleiben wir im Optimierungsmodus (d.i. die Entwicklungsphase von Systemen, die das bestehende Ordnungsmuster nicht infragestellt, sondern eben verbessert, immer weiter optimiert. Das ist m.E. z.B. LdL. LdL bleibt im alten Ordnungsmuster, in der bestehenden Systemlogik "Unterricht" / Didaktik, Zurichtung von Weltstoff zum Zwecke des formellen systematischen Lernens. Zeitweise werden nur die Rollen verteilt: Die Schüler dürfen auch mal Lehrer sein - wenn der Lehrer es anordnet: "Jetzt!")
Unter Hacken stelle ich mir aber genau das vor: Das alte Ordnungsmuster so irritieren, dass die Mitglieder des Systems es mehr und mehr selbst infrage stellen und es überwinden können.

Felix Schaumburg-Blum said

at 9:39 am on Oct 21, 2009

@LisaRosa Vorsicht: Systeme neigen dazu, unter Irritation sich erstmal zu festigen (siehe zum Beispiel Nichtnewtonsches Fluid). :)
Soziale wie Computer-Systeme ebenso. Man muss schon extrem penetrant sein, damit irgendwann mal alles in Frage gestellt wird.

Exkurs: Bei Palm hat das beständige Meckern und ein fast 5 jähriger Reformstau etwas gebracht - man hat mit WebOS ein komplett neues Betriebssystem konzipiert und einen harten Schnitt gemacht. Apple hat es als seine Kultur entwickelt, alle paar Jahre Schnitt zu machen (weniger harte wie bei Palm, aber halt immer ein wenig). Microsoft Windows hat noch nie einen richtigen Schnitt gemacht und sorgt mit jedem Windows Update dafür, dass das vorherige irgendwie auch noch läuft. Auch mit dem neuen Windows 7 ist dies nicht der Fall. Die Kultur (Hard & Software) rund um Windows ist so groß und stabil, dass man sich das als Hersteller nicht erlauben kann.

Was ist, wenn das System Schule doch mehr Windows ist als Palm? :/ Ich möchte mich von dieser Vorstellung nicht abhalten lassen, Konzepte zu entwerfen und zu ärgern, wo es möglich und sinnvoll ist. Aber wenn es nicht in 2 Generationen klappt, darf es nicht aufgegeben werden.
Viele Lehrer scheiden in diesen Tagen aus dem Schuldienst, die genau mit dieser kritischen Haltung Schule 30 Jahre geprägt haben. Ich bin ihnen dankbar und hoffe, dass eine neue Generation dieses kritische Potential weiter pflegen kann.

Lisa Rosa said

at 11:34 am on Oct 21, 2009

"Systeme neigen dazu, unter Irritation sich erstmal zu festigen" - na klar! Aber das ist - bei Strafe ihres Untergangs - vorrübergehend - in the long run gesehen. Im bestehenden Bildungssystem gibt es ja unterschiedliche Organisationen - die versch. Bundesländer, die verschiedenen Einzelschulen: sehr verschieden! Es gibt also sowohl Palms als auch Windows, Palms zumindest auf der Ebene der einzelnen Organisation (Einzelschule). Auf dieser Ebene ist Transformation auch am ehesten möglich: mit den dortigen Akteuren.

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